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Neues Kooperationsprojekt – OTTO Österreich unterstützt Baumwollbauern in Simbabwe mit sauberem Trinkwasser und neuen Sanitäranlagen

Graz, am 17. März 2015

OTTO Österreich ermöglicht über 5.000 Kindern und ihren Familien in Simbabwe, die als Kleinbauern mit der Initiative Cotton made in Africa zusammenarbeiten, einen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser. In 20 Dörfern in der Projektregion werden Brunnen und Sanitäranlagen errichtet und weitere Hygienemaßnahmen gefördert – bis Juli 2017 werden 320.000 Euro investiert. Ambitioniertes Ziel bestätigt: Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil an nachhaltiger Baumwolle bei OTTO-Eigenmarken auf 100 Prozent gesteigert werden.

Nachdem OTTO Österreich bereits in den Jahren 2012 und 2013 ein Bildungsprojekt der Aid by Trade Foundation (AbTF) für Baumwollbauern im westafrikanischen Burkina Faso unterstützt hat, in dessen Rahmen über 5.300 Frauen und Männer Lesen, Schreiben und Rechnen erlernt haben, präsentiert der Online-Händler nun ein ambitioniertes Nachfolgeprojekt.

War damals die Vermittlung von Wissen der Hebel, um den nachhaltigen Anbau von Baumwolle effizienter zu gestalten und damit die Einkommen der einzelnen Kleinbauern zu erhöhen, so sollen beim aktuellen Projekt, durch die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser und die Errichtung von Sanitäranlagen, die Lebensumstände von Baumwollbauern und ihren Familien in Simbabwe verbessert werden.

„Mit unserem Engagement in Simbabwe möchten wir die Lebensbedingungen und wirtschaftlichen Chancen jener Baumwollbauern verbessern, die den für uns so wichtigen Rohstoff auf nachhaltige Art und Weise produzieren. Wir investieren gemeinsam mit unseren Partnern einen Betrag von 320.000 Euro, um einen langfristigen und effizienten Baumwollanbau – und damit eine solide Lebensgrundlage für viele Menschen – in dieser von Armut geprägten Region sicherzustellen“, erklärt Mag. Georg Glinz, Unternehmenssprecher von OTTO Österreich, die Wichtigkeit des Kooperationsprojekts.

Wasser – ein kostbares Gut in Simbabwe

Simbabwe zählt laut dem Human Development Index der UNO zu den am geringsten entwickelten Staaten der Welt. Neben einer enorm hohen Rate an HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen, von denen vor allem junge Frauen betroffen sind, stellt insbesondere der unzureichende Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung eine große Belastung für das Gesundheitssystem in Simbabwe dar. Die schlechte Wasserversorgung führt zu häufigen Ausbrüchen von Cholera und Diarrhoe, die jährlich für mehr als 4.000 Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren verantwortlich sind. Durch Wasser übertragene Krankheiten sind eine enorme wirtschaftliche Herausforderung, unter anderem führen sie zu einer geringeren Arbeitskraft, steigenden Gesundheitskosten und einer zusätzlichen Belastung durch das Versorgen der Kranken sowie zu einer weiteren Schwächung mangelversorgter Kinder.

Vor allem schwangeren und stillenden Frauen sowie Kindern erleichtert der einfachere Zugang zu Trinkwasser den Alltag und wertet die sozio-ökonomische Rolle der Frau auf: Frauen und junge Mädchen sind traditionell für das Wasserholen für die Familie zuständig. Oftmals sind die Wasserstellen aber sehr weit von den Wohnhütten entfernt, weshalb die Frauen viele Stunden mit dem Fußmarsch, dem Anstehen an der Wasserstelle und dem Rückweg mit den schweren Kanistern verbringen. Brunnen in der Nähe der Wohnstätte sorgen dafür, dass Frauen mehr Zeit für wichtige Tätigkeiten haben – wie das Bestellen ihrer eigenen Felder – und damit ein höheres Einkommen generieren können und gleichzeitig mehr Zeit für die Beaufsichtigung und Erziehung ihrer Kinder haben. Für Mädchen ermöglicht ein Brunnen häufig überhaupt erst den Schulbesuch.

Ziele des Projekts – Baumwollbauern in der Region Gokwe-Süd im Fokus

Seit 2013 engagiert sich die Initiative Cotton made in Africa (CmiA) in Simbabwe, in Kooperation mit der lokalen Baumwollgesellschaft Alliance Zimbabwe produzieren aktuell rund 10.000 Baum-
wollbauern in der Region Gokwe-Süd gemäß den nachhaltigen Standards der Initiative. Diese Baumwollanbauregion im Nordwesten des Landes ist überdurchschnittlich stark von einer unzureichenden Wasser- und Sanitärversorgung der Bevölkerung betroffen: nur 61 Prozent der in der Region Gowke-Süd lebenden Menschen haben Zugang zu sauberem Wasser, ausreichende Sanitäranlagen stehen nur 18 Prozent der Bevölkerung zur Verfügung.

Ziele des von OTTO Österreich unterstützten Kooperationsprojektes sind die Verbesserung der Bereitstellung von sauberem Trinkwasser durch die Errichtung von Brunnen, die Verbesserung von bestehenden oder der Bau neuer Sanitäreinrichtungen und die Förderung von Hygienemaßnahmen. Diese Maßnahmen werden ab sofort bis Juli 2017 in insgesamt 20 Dörfern in der Baum-
wollanbauregion Gokwe-Süd umgesetzt, rund 5.000 Schülerinnen und Schüler werden durch das Projekt zu „Hygienebotschaftern“ ausgebildet und tragen ihr Wissen als Multiplikatoren in ihre Familien. Dadurch sollen möglichst viele Baumwollbauern in dieser Region profitieren.

Um einen möglichst nachhaltigen und langfristigen Effekt des Projekts zu gewährleisten, wird das Bewusstsein für gesundheitsfördernde Maßnahmen durch Schulungen und Kampagnen gestärkt. Eigens installierte Komitees werden sich um den nachhaltigen Gebrauch der angelegten Wasserstellen kümmern und fungieren als Schnittstelle zur Bevölkerung. Im Zentrum der Bemühungen stehen das Verständnis für hygienisches Verhalten und medizinische Versorgung. Dies soll auf lange Sicht dazu führen, dass die Bevölkerung auch nach Beendigung des Projekts selbständig die zur Verfügung gestellte Infrastruktur zur Förderung der eigenen Hygiene und Gesundheit nutzen kann.

Partner des Projekts

Um eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts zu gewährleistet, arbeitet OTTO Österreich mit bewährten Partnern zusammen: Die Aid by Trade Foundation – Träger der Initiative Cotton made in Africa – ist für das übergreifende Projektmanagement verantwortlich und fungiert als wesentliche Schnittstelle zur Baumwollgesellschaft und den Baumwollbauern. Die Welthungerhilfe (WHH) – bereits seit 2006 in verschiedenen Projekten in Simbabwe aktiv – ist für die operative Umsetzung der Projektvorhaben in den einzelnen Dörfern in der Zielregion verantwortlich und koordiniert alle Schnittstellen zu lokalen Behörden.

Das Projekt wurde von der Aid by Trade Foundation initiiert, für die Umsetzung vor Ort ist die Welthungerhilfe zuständig. Finanziert wird das Projekt von OTTO Österreich, der Welthungerhilfe und der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) mit öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland. Insgesamt wird ein Betrag von 320.000 Euro in das Kooperationsprojekt für Baumwollbauern in Simbabwe investiert.

Cotton made in Africa spart Wasser und Treibhausgasemissionen
 
Etwa acht Prozent der am Weltmarkt gehandelten Baumwolle wird in Afrika in Ländern südlich der Sahara geerntet. In Afrika wird Baumwolle fast ausschließlich von Kleinbauern angebaut, es existieren nur wenige Großplantagen. Baumwolle von Cotton made in Africa wird unter Beachtung von strengen Nachhaltigkeitskriterien angebaut. Konkret bedeutet das, dass die Baumwolle im Regenfeldanbau und ohne Einsatz von genveränderten Saatgut angebaut wird. Die Ernte erfolgt per Hand. Cotton made in Africa hat die Anforderungen an die Anbaumethoden in einem Kriterien-
katalog definiert, dessen Einhaltung durch regelmäßige externe Verifizierungen überprüft wird.

Dass Baumwolle von Cotton made in Africa die negativen Auswirkungen auf den Klimawandel reduziert, wird von mehreren unabhängigen Studien bestätigt. Jüngst haben das Fraunhofer Institut und das Seminar für ländliche Entwicklung (SLE) der Humboldt Universität Berlin festgestellt, dass der Anbau von CmiA-Baumwolle im Vergleich zu konventioneller und bewässerter Baumwolle geringere Auswirkungen auf die Umwelt hat, die wenigen eingesetzten Ressourcen und Betriebsmittel werden effizient genutzt und bieten damit die Möglichkeit, den beim Baumwollanbau verursachten Ausstoß von Treibhausgasen zu minimieren. Durch den Regenfeldbau wird zudem sehr viel Wasser gespart. Dies ist das Ergebnis der Ökobilanz (Life Cycle Assessment, LCA) von Cotton made in Africa, welche das weltweit angesehene Nachhaltigkeitsunternehmen PE INTERNATIONAL im Auftrag der Aid by Trade Foundation gemäß ISO 14040-Standard durchgeführt hat.

CmiA-Baumwolle reduziert nachweislich den Ausstoß von Treibhausgasemissionen. Laut der Studienergebnisse emittiert CmiA-Baumwolle mit nur 1,04 Kilogramm CO2-Äquivalenten auf ein Kilogramm Baumwollfaser bis zu 40 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als konventionelle Baumwolle mit 1,8 Kilogramm CO2 pro Kilogramm. CmiA-Baumwolle wird zudem ausschließlich mit Regenwasser angebaut. Im Vergleich zum globalen Durchschnitt spart CmiA-Baumwolle so mehr als 2.100 Liter Wasser pro Kilogramm Baumwollfaser.

„Wir freuen uns, dass wir mit der Veröffentlichung der Studie die positive Umweltbilanz von Cotton made in Africa erneut bekräftigen können. Produzenten und Verbrauchern können wir so ein aussagekräftiges Instrument an die Hand geben, mit dem die Umweltauswirkungen von Cotton made in Africa mit Baumwolle anderen Ursprungs sowie mit anderen Materialien faktenbasiert verglichen werden können“, sagt Tina Stridde, Geschäftsführerin der AbTF.

Ziel: 100 Prozent nachhaltige Baumwolle bei OTTO-Eigenmarken bis zum Jahr 2020

Nachhaltig produzierte Baumwolle der Initiative Cotton made in Africa ist ein wichtiger Rohstoff für die Otto Group bei der Herstellung ihrer Eigenmarken im Textilbereich, schon heute bezieht die Unternehmensgruppe einen großen Anteil an nachhaltiger Baumwolle. Die Otto Group hat sich langfristig ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2020 sollen alle eigenen Sortimente der Konzernunternehmen zu 100 Prozent aus nachhaltiger Baumwolle (Cotton made in Africa Baumwolle oder Bio-Baumwolle) hergestellt werden. Die Auswirkungen auf die Natur wären beeindruckend: Wenn OTTO bis 2020 den Anteil nachhaltiger Baumwolle auf 100 Prozent erhöht, können jährlich rund 20.000 Tonnen Treibhausgase (das entspricht etwa dem jährlichen CO2-Ausstoß von rund 10.000 Autos) und mehr als 37 Millionen Kubikmeter Wasser (Jahresverbrauch einer Großstadt mit mehr als 800.000 Einwohnern) eingespart werden.

Verantwortungsbewusstsein liegt in der Familie

Der wertschätzende Umgang mit Rohstoffen und die bewusste Beziehung zu Mitmenschen und Gesellschaft liegt in der Familie: Die Otto Group setzt bereits seit Mitte der 1980er auf das Prinzip des nachhaltigen Wirtschaftens, heute sind Umwelt- und Sozialpolitik integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Langfristiges Ziel des Engagements ist es, Nachhaltigkeit konsequent zu einem wichtigen Faktor im Wechselspiel von Angebot und Nachfrage zu machen – und damit zu einem mitbestimmenden Faktor im Marktgeschehen insgesamt.

Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group, verleiht der Nachhaltigkeit im Konzern sein Gesicht: „Nachhaltigkeit bedeutet für mich, so zu wirtschaften und zu leben, dass unsere Erde auch für unsere Kinder und Enkel lebenswert erhalten bleibt“. Durch den renommierten und vor kurzem erhaltenen CSR-Preis der deutschen Bundesregierung wird das Engagement des Unternehmens für wesentliche Umwelt- und Sozialanliegen entsprechend gewürdigt.

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